Sonntag, 13. April 2008

Pulver, Nebel & eine herrliche Tour

Kurz vor dem Ende der Tourensaison haben die Anna und ich es heute doch noch geschafft, die Anfang Winter ausgemachte gemeinsame Tour zu gehen. Damit wir von dem in den letzten Tagen gefallenen Pulverschnee noch etwas haben, entschieden wir uns aufgrund der mittlerweile doch schon etwas hohen Temperaturen für einen Nordhang. Genauer gesagt für die Gammerspitze. Der Startpunkt ist bald gefunden und so spuren wir zu zweit das immer breiter werdende Tal mit seinen perfekten Tourenhängen und ca. 40cm frischem Pulverschnee hinauf. Das Wetter ist nicht ganz perfekt - immer wieder zieht der Nebel über die benachbarten Spitzen. Doch die Vorfreude auf die Abfahrt lässt uns das mit Humor nehmen "dann bleibt der Schnee wenigstens kalt".

Doch dann kam die böse Überraschung:
Kaum am Ziel angelangt, werden wir von dichtem Nebel eingehüllt, sodass wir nicht einmal mehr die letzten 10m unserer Aufstiegsspur sehen können. Wir warten also ein wenig ab, doch der Traum vom Pulver scheint aus-geträumt zu sein denn der Nebel bleibt hartnäckig. In einem helleren Moment wagen wir uns entlang der Spur ein wenig hinunter und siehe da: wir habe Glück und der Nebel verzieht sich. Nun folgen 1100HM spritzender Schnee. Zwar aufgrund der hohen Temperaturen auch nord seitig schon ein wenig schwer aber immer noch super zu fahren.

Daheim angelangt, kommt dann die zweite Überraschung: Obwohl wir kaum in der Sonne waren hat diese durch den Nebel hindurch ihre Zeichen auf unserer Haut hinterlassen...

Dienstag, 8. April 2008

Lampsenspitze die Dritte


Letztes Wochenende hat uns der Wetterbericht mit seiner schlechten Prognose um unsere Skitour gebracht. Als ich dann gestern Nachmittag das schöne Wetter gesehen hatte, gab es kein Halten mehr - ich musste mir den heutigen Vormittag einfach frei nehmen. Da ich leider so kurzfristig keine Begleitung gefunden habe, musste es eine gut besuchte Route sein - also mal wieder die Lampsenspitze. Gestern hatte es offensichtlich noch ein paar cm geschneit und so musste sogar mein Auto bei der Ankunft am Parkplatz in Praxmar „spuren“.
Der Aufstieg ging wie gewohnt zügig voran, und so konnte ich um 11:00 bereits in der Sonne mein Mittagessen genießen. Bei der Abfahrt zeigte sich dann, dass die Sonne bereits sehr stark ist, denn der schöne Pulverschnee hat bereits begonnen schwer zu werden. Trotzdem war die Tour ein Traum in vergänglichem weiß!

So und jetzt muss ich meine Brötchen verdienen gehen...

Montag, 31. März 2008

Heidelberger Hütte


Nach einer längeren verletzungsbedingten Pause stehen diese Wochenende Touren rund um die Heidelberger Hütte auf dem Programm. Mein Daumen ist zwar noch nicht 100%ig fit, aber mit ein bisschen Tape lässt sich das schon richten...
Abfahrt ist am Freitag schon kurz vor 16 Uhr - wir wollen schließlich den Hüttentransport um 18:00 in Ischgl nicht versäumen. Die Fahrt zu Hütte im Anhänger des Schneemobils wirkt ein wenig "asiatisch" aber besser als die 13km zu Fuß zu gehen ist's allemal.

Gleich nach der Ankunft beziehen wir unser sehr gemütliches Zimmer und anschließend ist es eh schon Zeit zum Abendessen, Weizen trinken und Watten, bevor uns um 22 Uhr die Hüttenruhe ins Bett schickt.

Der Samstag beginnt um kurz nach 7 mit einem super Frühstück. Anschließend heißt es Board splitten und auffellen. Als Ziel haben wir uns die Breite Krone ausgesucht, da diese Tour auch bei der heutigen Warnstufe 3 sicher erscheint. Der lange, im Tal verlaufende, nahezu steigungslose Weg verheißt für mich als Snowboarder nichts Gutes, doch vorerst steht der Gipfel im Mittelpunkt unseres Interesses. Am Ziel angekommen, entscheiden wir uns für einen etwas niedrigeren Nebengipfel, da diese mit den Skiern ohne Klettern erreichbar ist und wir ihn außerdem für uns alleine haben. Nach einer Stärkung entdecken wir im umgebenden Panorama die Traum-Hänge des Piz Tasna und so entscheiden sich die Lisi und ich nur den ersten Hang abzufahren und anschließend für den zweiten Gipfel wieder aufzufellen, während Lisi und Flo die Rückfahrt zur Hütte antreten. Eine gute Stunde später erreichen wir den letzten Grat der so rutschig ist, dass ich mein Board schon unten zusammenbaue und es die letzten 100HM zum "normalen" Skidepot hinauftrage (den Gipfelanstieg über die Wechte überlassen wir den 3 verrückten Schneeschuh-Boardern...). Die Einfahrt in den Hang kostet dann doch noch ein wenig Überwindung, doch dafür werden wir mit einer traumhaften Abfahrt belohnt. Zumindest bis zur Talsohle, denn ab dort muss ich immer wieder im teils hüfthohen Schnee stapfen, während mir die Lisi das Board trägt, damit ich nicht so tief versinke. Letztendlich kommen wir dann hungrig und müde bei der Hütte an, wo uns ein Weizen und eine warme Dusche wieder aufrichten.

Für den Sonntag haben wir uns den Piz Mottana vorgenommen. Dieser Gipfel ist näher an der Hütte und auf der nicht ganz so steilen Westseite, was ihn für den Abreisetag ideal erscheinen lässt (wir müssen ja noch nach Ischgl abfahren, bevor Lisi und Flo die Heimreise nach Wels antreten). Leider macht uns heute der Wind einen Strich durch die Rechnung. Schon nach der ersten (wieder mal etwas flachen) Stunde beschließen wir unser Glück nicht allzu fest zu strapazieren, da die steileren Hänge mit ihren mittlerweile schon sehr stark eingewehten Mulden extrem Schneebrett-gefährlich wirken. Und so treten wir ohne Gipfelsieg (dafür aber auch ohne Lawinenunglück) den Rückzug zur Hütte und in weiterer Folge nach Ischgl an.
Die Abfahrt ins Tal ist wie mittlerweile schon gewohnt nur bedingt Snowboard-tauglich. Und da der Liftwart bei der Gondelbahn auch nicht gerade mit Freundlichkeit und gutem Willen gesegnet ist, muss ich ziemlich viel wandern bzw. den Lisi-Lift in Anspruch nehmen.

Alles in allem ist das Gebiet um die Heidelberger Hütte ein wunderbares Tourengebiet, wenn auch die Eignung für Snowboarder auf den von uns gegangenen Touren ein wenig zu wünschen übrig lässt.

Montag, 25. Februar 2008

Den Spätaufsteher bestraft die Sonne


Um auch ganz bestimmt einen guten Firn zu haben, fiel unsere Wahl heute auf die Grünbergspitze mit Aufstieg von Navis. 1000 HM baumfreie Südhänge klingt schon verlockend...
Leider haben wir uns mit der Startzeit um 09:15 um mindesten 1,5 Stunden vertan. Schon gleich nach dem Start können wir auf dich Jacke verzichten, und sogar der flache Forstweg beginnt teilweise weich zu werden. Die Harscheisen sind also heute nur unnötiges Gepäck.

Als wir den Wald verlassen, trifft uns die Sonne mit voller Wucht, und so kommt uns auf dem langen Südhang schon das ein oder andere Schweißtröpfchen aus. Nicht nur einmal denken wir daran, umzukehren um nicht ganz "abzusaufen".

Aber "aufgeben tut man einen Brief" und der untere Teil des Hanges wir so oder so ein einziger Badesee. Also steigen wir weiter zu unserem Ziel auf und werden dafür mit einer sagenhaften Aussicht belohnt.

Die Abfahrt ist dann im oberen Teil noch erstaunlich gut. besonders für mich als Snowboarder. Während die Skifahrer nämlich schon ab der Hälfte zu kämpfen beginnen, schwimme ich mit meinem Board noch relativ gut oben auf. Lediglich das letzte drittel der Tour ist dann nicht mehr so toll. Und so ist es uns dann gar nicht unrecht, dass der Rückweg zum Auto per Forstweg erfolgt. Alles in allem war es aber wieder einmal eine richtig schöne Tour mit für mich sicher 800 HM sehr guten Abfahrtsbedingungen. Und wenn mir das umfallende Board zum Schluß nicht noch den Autoschlüssel abgebrochen hätte, wäre der Tag überhaupt perfekt gewesen...

Montag, 18. Februar 2008

Grafennsspitze

Heute starteten wir einen zweiten Versuch den Gipfel zu erreichen. Die Lisi hatte leider letzte Nacht Dienst und so kommen wir auch diesmal erst etwas spät weg. Als wir auf den Parkplatz in der Wattener Lizum kommen, ist dieser schon heillos überfüllt und wir müssen deshalb weiter unten entlang der Straße parken.

Das Wetter ist - wie schon in den letzten zwei Wochen - auch heute wieder strahlend schön und so können wir schon bald auf die Jacke verzichten. Leider ist der Schnee nicht mehr ganz so frisch und so ist der Aufstieg mit dem Snowboard stellenweise ein wenig mühsam. Gut dass ich heute die Harscheisen mitgenommen habe, denn ohne die wäre ich wohl am Gipfelhang gescheitert. Der Gipfel selbst zeigt sich leider von seiner windigen Seite, belohnt uns aber mit einer atemberaubenden Fernsicht.

Die Abfahrt ist - wie schon der Aufstieg vermuten ließ - ein wenig wechselhaft. Harsch und Firn liegen dicht beisammen und sorgen für so manche Überraschung...
Alles in allem war es ein traumhafter Tag, der schon einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Frühjahrs-Touren lieferte.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Hühnerspiel

Wie geplant ;-) hatte ich heute wirklich noch zu viele Überstunden. Und nachdem sich auch die Lisi freinehmen konnte, sind wir gemeinsam mit dem Jo Richtung Brenner aufgebrochen. Unser Ziel liegt diesmal auf der anderen Seite der Grenze. Startpunkt ist die aufgelassene Talstation des "Zirog-Lifts". Von Beginn an präsentiert sich die Tour als "Dreckstour", denn der Aufstieg erfolgt über die ehemalige, recht steile und harte Piste. Als wir nach ca. 600 HM aus dem Wald herauskommen, präsentiert sich uns das fast schon gewohnt abgeblasene Bild. Auch der Schnee ist weiterhin hart und rutschig, und wird außerdem mit jedem zusätzlichen Meter weniger.
Die heutige Tour ist daher ohne Harscheisen für mich als Snowboarder eine reine Plagerei. Und da auch der Schnee nicht wirklich attraktiv ist, beende ich die Tour nach ca. 1000 HM vorzeitig, während Jo und Lisi zum Gipfel weitermarschieren.

Die Abfahrt ist dann erstaunlicherweise ziemlich gut, und wir können sogar noch einige frische Spuren ziehen. Da wir die Abfahrtsroute nicht entlang des Aufstiegs anlegten, kommen wir nicht mehr zur Enzianhütte und damit auch nicht zur Skipiste, was aber kein wirklich großer Verlust ist, zumal wir auf einer sehr gut präparierten Rodelbahn abfahren können.

Freitag, 8. Februar 2008

Vennspitze

Da der Wetterbericht für heute wieder einmal einen Traumtag vorausgesagt hat, habe ich kurzfristig beschlossen, ein paar Überstunden gegen eine Tour mit dem Jo zu tauschen. Ursprünglich wäre uns die Schöntalspitze in den Sinn gekommen, aber aufgrund der anhaltend angespannten Lawinensituation haben wir uns dann doch noch um-entschieden.
Im Gegensatz zu den letzten "richtigen" Touren auf den Rietzer Griesskogel und - mal wieder - die Lampsenspitze (von wo wir dieses Mal aber eine richtige Traum-Abfahrt durch den fast noch unverspurten Pulver hatten), hat heute sogar wieder einmal der Fotoapparat seinen Weg in den Rucksack gefunden. Neben diesen Touren haben wir übrigens unsere Mittwochs-Bergeralm-Nacht-Tour wiederbelebt mit dem Ergebnis, dass wir das Ende der beleuchteten Piste mittlerweile in einer Stunde erreichen...

Der heutige Aufstieg führt uns erst einmal ca. 400HM durch den Wald und ich trauere schon fast ein wenig dem frischen Pulver nach, wenn ich an die vermeintliche Forststraßen-Abfahrt denke. Nachdem wir den Wald verlassen, eröffnen sich uns ideale Touren-Hänge, die leider ein wenig abgeblasen aussehen. Doch wir lassen uns nicht beirren, und so erreichen wir gegen 11 Uhr unser Ziel. Und von dort zeigt sich dann auch, dass die Abfahrt in keinem Fall entlang der Aufstiegsroute führen wird. Dafür aber auf wenig verspurten Hängen voller Pulverschnee bis direkt zum Auto...

Dieses Wochenende ist leider keine Tour mehr drinnen, da morgen unser Firmenskitag in Serfaus sein wird. Und wenn schon Pisten fahren, dann wohl mit ausgiebigem Apres Ski, zumal uns auch morgen der Sonnengott mehr als gnädig sein soll.
Aber ein schneller Blick auf das Wetter der kommenden Woche hat mir gerade verraten, dass ich wohl noch immer zu viele Überstunden habe...