Freitag, 31. Oktober 2008

Angekommen!

Nach einer doch etwas laengeren Pause habe ich beschlossen, wieder einmal ein paar Zeilen zu schreiben. Und zwar aus Delhi!
Lisi und ich sind naemlich seit gestern fuer einen Monat auf Indien-Urlaub...
Ankunft war gestern ueberpuenktlich um kurz nach 23 Uhr. Nach der Gepaeckausgabe - HURRA, auch unsere Rucksaecke haben nach Indien gefunden! - ging es mit dem Shuttle-Service des Hotels direkt nach New Delhi. Unser Aufenthalt in der indischen Hauptstadt wird aber nur von kurzer Dauer sein, denn schon morgen abends geht es mit dem Zug weiter nach Varanasi. Und wenn wir dann dort ein bischen mehr erlebt haben, werden auch die Posts auf diesen Blog wieder laenger...

Dienstag, 6. Mai 2008

Welcome to the beach....

Diese Woche bin ich mit Sandro auf Schulung in Frankfurt. Die Anreise mit dem Zug gestaltete sich - wie eigentlich zu erwarten - schwierig. Kurz vor Nürnberg gab unser ICE den Geist auf. Nach einer halben Stunde hin und her sind wir dann im Nürnberger Bahnhof eingefahren mit der Information "der Zug ist kaputt, schaut's wie's weiterkommts". 10 Min später heißt es, es gibt einen Ersatzzug auf unserem Bahnsteig. Weitere 10 Min später heißt es dann der Ersatzzug fährt von einem anderen Bahnsteig und weitere 20 Min später fährt dann tatsächlich ein Ersatzzug.
Kurz vor Frankfurt heißt es dann noch einmal eine halbe Stunde warten, denn unser Bahnsteig ist noch besetzt...

Nachdem unser Ausgeh-Wille gestern den asiatischen Restaurants zum Opfer gefallen ist, haben wir uns heute schon frühzeitig informiert. Und zu unserem Glück macht heute der City-Beach auf. Der Eröffnungsabend ist zwar nur für geladene Gäste und Sponsoren aber vielleicht steigen wir ja ins Beach-Geschäft ein...
Der Strand am Dach eines Innenstadt-Parkhaus ist ziemlich chillig. Liegestühle, Sand ein Pool, eine Bar, Schöfferhofer Weizen und gemütliche Musik...
Nur die abnehmende Temperatur und der Hunger treiben uns wieder hinunter, wo es nach einem exzessiven Thai-Menü noch einen Stadtspaziergang gibt.

Sonntag, 4. Mai 2008

Winterende

Dieses Wochenende hat es sich der Winter endgültig mit uns verscherzt. Nachdem wir schon vor zwei Wochen am Weg zum Fiegeln wieder umkehren mussten (Lawinengefahr am Kar), wollten wir gestern noch einmal eine Skitour wagen. Ausgesucht hätten wir uns den Jochkogel im Schmirntal. Die Tour war aber schnell erledigt: 7:00 Abfahrt bei relativ warmem Wetter - 8:00 Uhr Rückfahrt aufgrund von für diese Tour zu wenig und außerdem schlechtem Schnee.

Doch so schnell lassen wir uns den Tag nicht vermiesen! Dann gehen wir eben auf die Bodensteinalm und genehmigen uns Edith's Kaspreßknödelsuppe. Und wieder haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die letzten 20 Minuten müssen wir nämlich durch die Reste einer Lawine stapfen, auf der Terrasse liegt noch gut 1m Schnee! An eine Aufsperren der Hütte ist also nicht im entferntesten zu denken.

Da jedoch der Forstweg bis zur Höttinger Alm gestern schon recht gut ausgesehen hat, sind wir heute um 09:00 mit den Bikes gestartet. Der Weg ist wirklich schon super zum fahren, solange man sich auf das Stück bis zur Bodensteinalm-Abzweigung beschränkt. Als Alm kommt momentan also nur die Arzler Alm in Frage, aber auch dort kann man ein gemütliches Bier trinken...

Jetzt ist Schluss, denn der Zug ist kurz vor Kufstein und damit mein Internet-Zugang am Ende seiner finanzierbaren Möglichkeiten...

Sonntag, 13. April 2008

Pulver, Nebel & eine herrliche Tour

Kurz vor dem Ende der Tourensaison haben die Anna und ich es heute doch noch geschafft, die Anfang Winter ausgemachte gemeinsame Tour zu gehen. Damit wir von dem in den letzten Tagen gefallenen Pulverschnee noch etwas haben, entschieden wir uns aufgrund der mittlerweile doch schon etwas hohen Temperaturen für einen Nordhang. Genauer gesagt für die Gammerspitze. Der Startpunkt ist bald gefunden und so spuren wir zu zweit das immer breiter werdende Tal mit seinen perfekten Tourenhängen und ca. 40cm frischem Pulverschnee hinauf. Das Wetter ist nicht ganz perfekt - immer wieder zieht der Nebel über die benachbarten Spitzen. Doch die Vorfreude auf die Abfahrt lässt uns das mit Humor nehmen "dann bleibt der Schnee wenigstens kalt".

Doch dann kam die böse Überraschung:
Kaum am Ziel angelangt, werden wir von dichtem Nebel eingehüllt, sodass wir nicht einmal mehr die letzten 10m unserer Aufstiegsspur sehen können. Wir warten also ein wenig ab, doch der Traum vom Pulver scheint aus-geträumt zu sein denn der Nebel bleibt hartnäckig. In einem helleren Moment wagen wir uns entlang der Spur ein wenig hinunter und siehe da: wir habe Glück und der Nebel verzieht sich. Nun folgen 1100HM spritzender Schnee. Zwar aufgrund der hohen Temperaturen auch nord seitig schon ein wenig schwer aber immer noch super zu fahren.

Daheim angelangt, kommt dann die zweite Überraschung: Obwohl wir kaum in der Sonne waren hat diese durch den Nebel hindurch ihre Zeichen auf unserer Haut hinterlassen...

Dienstag, 8. April 2008

Lampsenspitze die Dritte


Letztes Wochenende hat uns der Wetterbericht mit seiner schlechten Prognose um unsere Skitour gebracht. Als ich dann gestern Nachmittag das schöne Wetter gesehen hatte, gab es kein Halten mehr - ich musste mir den heutigen Vormittag einfach frei nehmen. Da ich leider so kurzfristig keine Begleitung gefunden habe, musste es eine gut besuchte Route sein - also mal wieder die Lampsenspitze. Gestern hatte es offensichtlich noch ein paar cm geschneit und so musste sogar mein Auto bei der Ankunft am Parkplatz in Praxmar „spuren“.
Der Aufstieg ging wie gewohnt zügig voran, und so konnte ich um 11:00 bereits in der Sonne mein Mittagessen genießen. Bei der Abfahrt zeigte sich dann, dass die Sonne bereits sehr stark ist, denn der schöne Pulverschnee hat bereits begonnen schwer zu werden. Trotzdem war die Tour ein Traum in vergänglichem weiß!

So und jetzt muss ich meine Brötchen verdienen gehen...

Montag, 31. März 2008

Heidelberger Hütte


Nach einer längeren verletzungsbedingten Pause stehen diese Wochenende Touren rund um die Heidelberger Hütte auf dem Programm. Mein Daumen ist zwar noch nicht 100%ig fit, aber mit ein bisschen Tape lässt sich das schon richten...
Abfahrt ist am Freitag schon kurz vor 16 Uhr - wir wollen schließlich den Hüttentransport um 18:00 in Ischgl nicht versäumen. Die Fahrt zu Hütte im Anhänger des Schneemobils wirkt ein wenig "asiatisch" aber besser als die 13km zu Fuß zu gehen ist's allemal.

Gleich nach der Ankunft beziehen wir unser sehr gemütliches Zimmer und anschließend ist es eh schon Zeit zum Abendessen, Weizen trinken und Watten, bevor uns um 22 Uhr die Hüttenruhe ins Bett schickt.

Der Samstag beginnt um kurz nach 7 mit einem super Frühstück. Anschließend heißt es Board splitten und auffellen. Als Ziel haben wir uns die Breite Krone ausgesucht, da diese Tour auch bei der heutigen Warnstufe 3 sicher erscheint. Der lange, im Tal verlaufende, nahezu steigungslose Weg verheißt für mich als Snowboarder nichts Gutes, doch vorerst steht der Gipfel im Mittelpunkt unseres Interesses. Am Ziel angekommen, entscheiden wir uns für einen etwas niedrigeren Nebengipfel, da diese mit den Skiern ohne Klettern erreichbar ist und wir ihn außerdem für uns alleine haben. Nach einer Stärkung entdecken wir im umgebenden Panorama die Traum-Hänge des Piz Tasna und so entscheiden sich die Lisi und ich nur den ersten Hang abzufahren und anschließend für den zweiten Gipfel wieder aufzufellen, während Lisi und Flo die Rückfahrt zur Hütte antreten. Eine gute Stunde später erreichen wir den letzten Grat der so rutschig ist, dass ich mein Board schon unten zusammenbaue und es die letzten 100HM zum "normalen" Skidepot hinauftrage (den Gipfelanstieg über die Wechte überlassen wir den 3 verrückten Schneeschuh-Boardern...). Die Einfahrt in den Hang kostet dann doch noch ein wenig Überwindung, doch dafür werden wir mit einer traumhaften Abfahrt belohnt. Zumindest bis zur Talsohle, denn ab dort muss ich immer wieder im teils hüfthohen Schnee stapfen, während mir die Lisi das Board trägt, damit ich nicht so tief versinke. Letztendlich kommen wir dann hungrig und müde bei der Hütte an, wo uns ein Weizen und eine warme Dusche wieder aufrichten.

Für den Sonntag haben wir uns den Piz Mottana vorgenommen. Dieser Gipfel ist näher an der Hütte und auf der nicht ganz so steilen Westseite, was ihn für den Abreisetag ideal erscheinen lässt (wir müssen ja noch nach Ischgl abfahren, bevor Lisi und Flo die Heimreise nach Wels antreten). Leider macht uns heute der Wind einen Strich durch die Rechnung. Schon nach der ersten (wieder mal etwas flachen) Stunde beschließen wir unser Glück nicht allzu fest zu strapazieren, da die steileren Hänge mit ihren mittlerweile schon sehr stark eingewehten Mulden extrem Schneebrett-gefährlich wirken. Und so treten wir ohne Gipfelsieg (dafür aber auch ohne Lawinenunglück) den Rückzug zur Hütte und in weiterer Folge nach Ischgl an.
Die Abfahrt ins Tal ist wie mittlerweile schon gewohnt nur bedingt Snowboard-tauglich. Und da der Liftwart bei der Gondelbahn auch nicht gerade mit Freundlichkeit und gutem Willen gesegnet ist, muss ich ziemlich viel wandern bzw. den Lisi-Lift in Anspruch nehmen.

Alles in allem ist das Gebiet um die Heidelberger Hütte ein wunderbares Tourengebiet, wenn auch die Eignung für Snowboarder auf den von uns gegangenen Touren ein wenig zu wünschen übrig lässt.

Montag, 25. Februar 2008

Den Spätaufsteher bestraft die Sonne


Um auch ganz bestimmt einen guten Firn zu haben, fiel unsere Wahl heute auf die Grünbergspitze mit Aufstieg von Navis. 1000 HM baumfreie Südhänge klingt schon verlockend...
Leider haben wir uns mit der Startzeit um 09:15 um mindesten 1,5 Stunden vertan. Schon gleich nach dem Start können wir auf dich Jacke verzichten, und sogar der flache Forstweg beginnt teilweise weich zu werden. Die Harscheisen sind also heute nur unnötiges Gepäck.

Als wir den Wald verlassen, trifft uns die Sonne mit voller Wucht, und so kommt uns auf dem langen Südhang schon das ein oder andere Schweißtröpfchen aus. Nicht nur einmal denken wir daran, umzukehren um nicht ganz "abzusaufen".

Aber "aufgeben tut man einen Brief" und der untere Teil des Hanges wir so oder so ein einziger Badesee. Also steigen wir weiter zu unserem Ziel auf und werden dafür mit einer sagenhaften Aussicht belohnt.

Die Abfahrt ist dann im oberen Teil noch erstaunlich gut. besonders für mich als Snowboarder. Während die Skifahrer nämlich schon ab der Hälfte zu kämpfen beginnen, schwimme ich mit meinem Board noch relativ gut oben auf. Lediglich das letzte drittel der Tour ist dann nicht mehr so toll. Und so ist es uns dann gar nicht unrecht, dass der Rückweg zum Auto per Forstweg erfolgt. Alles in allem war es aber wieder einmal eine richtig schöne Tour mit für mich sicher 800 HM sehr guten Abfahrtsbedingungen. Und wenn mir das umfallende Board zum Schluß nicht noch den Autoschlüssel abgebrochen hätte, wäre der Tag überhaupt perfekt gewesen...