Sonntag, 1. November 2009

Vulkanbesteigungen

Was waere ein Indonesien-Urlaub ohne zumindest einen Vulkan? Genau diese Frage haben wir uns auch gestellt und beschlossen, uns den Bromo und den Ijen von der Naehe anzusehen. Eine Eigenheit der asiatischen Berge ist, dass eine Besichtigung fast nur in der Frueh moeglich ist, da einem im Laufe des Tages die aufziehenden Wolken den Genuss ganz schoen nehmen koennen.
Also machen auch wir die Bromo-Sunrise Tour und stehen mit ein paar hundert anderen (hauptsaechlich indonesischen) Touristen um 5 Uhr am Viewpoint. Der Sonnenaufgang ist gewaltig! Und auch die anschliessende Besteigung des Bromo (das ist auf dem Foto der linke, rauchende Vulkan) ist beeindruckend.

Nach dem Fruehstueck geht es dann weiter auf das Ijen-Plateau - eine ueber 100 km^2 grosse vulkanische Hochebene auf der sich Kaffee- Tee- und und Kakao-Plantagen befinden. Dort uebernachten wir in einer der Plantagen und um 4 in der Frueh geht es dann weiter Richtung Ijen. Diesmal muessen wir ca. 1,5 Stunden wandern. Am Kraterrand angekommen, steigt einem schon der beissende Schwefel-Dampf entgegen. Aus dem immer noch aktiven Vulkan kommt naemlich fluessiger Schwefel heraus. Dieser wird nach dem Abkuehlen von den dortigen Arbeitern ohne Schutzkleidung und Masken in Bloecke gebrochen und in Koerben zu 100 kg zuerst 250HM zum Kraterrand hinauf und dann den ganzen Weg hinunter getragen. Eine muehsame und ungesunde Arbeit! Wir mussten schon nach ein paar Minuten den Rueckzug antreten...

Der Java-Teil unserer Reise ist nun vorbei. Die naechsten Tage werden wir auf Bali und den Gilli Islands das Meer und vor allem seine Bewohner geniessen. Sowohl am Tag beim Tauchen als auch am Abend am Grill...

Freitag, 30. Oktober 2009

Borobudur, Yogjakarta & Prambanan

Nach einer kurzen Eingewoehnungsphase haben wir beschlossen wieder einmal ein wenig Kultur zu machen. Unser erstes Ziel heisst Borobudur und ist eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Die neunstoeckige Anlage mit ueber 100m Seitenlaenge wurde im 7. Jht erbaut und wird von einer rieseigen Stupa gekroent. Die Reliefs welche die Waende der einzelnen Stockwerke vollstaendig bedecken, zeigen Szenen aus dem Leben Buddhas.
Nicht weit von der Tempelanlage entfernt, liegt die fuer ihre Batik-Kuenstler bekannte Stadt Yogjakarta. Hier laesst sich neben dem Sultans-Palast und dem Wasserpalast vor allem der nahegelegene Hindu-Tempel in Prambanan besichtigen (natuerlich auch wieder die groesste Anlage Indonesiens). Die Hauptanlage besteht aus 3 Tempeln, die den Göttern Shiva dem Zerstörer, Vishnu dem Bewahrer, und Brahma dem Schöpfer geweiht sind. Jeder dieser Haupttempel hat noch einen Nebentempel und rundherum befinden sich weitere 250 Einzel-Schreine - zumindest theoretisch. Im Jahr 2006 gab es naemlich in dieser Gegend ein Erdbeben das einen grossen Teil der Restaurierungsarbeiten der letzten Jahre und Jahrzehnte zunichte gemacht hat.
Direkt hinter der Tempel-Anlage befindet sich ein Open-Air-Amphietheater in welchem wir uns am Anbend einen Teil der hinduistischen Goetter-Geschichte anschauen konnten - sehr beeindruckend!

Samstag, 24. Oktober 2009

Endlich wieder Urlaub!

Letzten Montag war es endlich wieder soweit - wir starteten nach Indonesien. Zuerst ueber Frankfurt und Kuala Lumpur nach Jakarta und von dort mit dem Bus gleich weiter nach Bogor.
Diese Stadt ist nicht so stresig wie Jakarta und hat einen wunderbaren botanischen Garten im Zentrum. Leider liegt Bogor nicht an der Haupt-Zugs-Route und so mussten wir heute in der Frueh fuer den Zug nach Yogyakarta zuerst einmal zurueck nach Jakarta. Zu unserem Pech eine Stunde zu spaet - denn der Zug mit dem wir fahren wollten faehrt nun eine Stunde frueher...
Als Alternativprogramm haben wir uns fuer die landschaftlich sehr schoene Fahrt nach Bandung entschieden, wo wir nun auf unsere morgige Weiterreise warten...

Indonesien ist irgendwie anders als das Asien das wir bis jetzt kennengelernt haben - z.B. viel sauberer und nahezu "hundefrei". Dafuer steht an jeder 2. Ecke ein Minarett, von dem aus der Muezzin schon um 3/4 4 zum Morgengebet ruft...

Sonntag, 6. September 2009

Glungezer-Triathlon ;-)

Heute haben wir endlich unseren schon letztes Jahr geplanten "Glungezer-Triathlon" gemacht. Mit dem Auto ging es zuerst nach Tulfes zum Parkplatz der Seilbahn. Von dort startet die erste Etappe: Wir fahren mit dem Bike hinauf zur Tulfein-Alm. Obwohl es schon bald mittags ist, sind die ersten Meter noch herbstlich kühl um die Wadln. Aber die Steigung des Weges und vor allem das hohe Rucksack-Gewicht (die komplette Bergausrüstung inkl. Bergschuhe und Klettersteigset hat eben ihr Gewicht) locken dann doch das ein oder andere Schweiß-Tröpfchen aus uns heraus...
Bei der Alm werden die Bikes abgesperrt und nach dem Umziehen und einer Jause geht es auf der – zugegeben sehr kurzen – Wander-Etappe weiter zum Beginn der dritten Etappe „Klettersteig“. Diese ist eigentlich sehr leicht und wenn wir es gewusst hätten, wäre das Klettersteigset vermutlich zu hause geblieben. Trotzdem macht dieser Weg zur Glungezerhütte sehr viel Spaß. Der Klettersteig ist nämlich sehr abwechslungsreich angelegt, sogar durch einen ziemlich engen Tunnel müssen wir durch...
Auf der Hütte angekommen, genießen wir erst einmal die angenehme Nachmittagssonne und das obligate isotonische Erfrischungsgetränk, bevor es über den Gipfel wieder hinunter zur Tulfein-Alm geht. Diesmal über den Panorama-Weg, von dem man eine tolle Aussicht auf den Olperer hat. Der Habicht, den man vom Glungezer-Gipfel eigentlich gut sehen würde, ist heute übrigens in Wolken gehüllt. Wir hatten letztes Wochenende also richtig Glück!
Wieder auf der Alm angekommen sind wir richtig froh über unsere Bikes, denn Seilbahn fährt schon seit über einer Stunde keine mehr und dass sich der Weg zu Fuß ins Tal ewig zieht, wissen wir aus Erfahrung!

Mittwoch, 2. September 2009

Habicht

Nach einer zugegeben etwas längeren Pause gibt es heute wieder einmal ein Blog-Update.
Letztes Wochenende waren wir auf dem Habicht. Bei der Fahrt in das Gschnitztal präsentierte sich der Himmel zwar ähnlich wie bei unserem letzten Versuch, doch diesmal ist die Prognose bedeutend besser und schon nach den ersten paar hundert Höhenmetern kommen wir dann auch schon aus dem Nebel heraus und den Rest des Tages können wir bei herrlichstem Wetter genießen.

Die Innsbrucker Hütte ist bald erreicht, und anschließend folgte der eigentliche Aufstieg auf den „Steine-Haufen“. Oben erwartet uns eine atemberaubende Aussicht. Wir befinden uns inmitten von einem regelrechten Meer aus Gipfeln und unserer ist der höchste in der näheren Umgebung.
Leider stehen uns nun noch 2000HM Abstieg bevor – nicht gerade ein Fest für die Kniegelenke... Alles in allem war es aber eine großartige Bergtour die Lust auf weitere Touren macht. Und wenn das Wetter anderer Meinung sein sollte, überdauern wir die Zeit bis zu unserem Urlaub im Herbst eben in der Kletterhalle...

Dienstag, 28. April 2009

Die Bikesaison hat begonnen

Der Schnee zieht sich nun zügig zurück und ich habe vorletztes Wochenende mein Bike reaktiviert. Und ich war nicht der einzige... Der Weg bis zur Arzler Alm war voll von Wanderern und Bikern und trotz der Tatsache, dass kurz vor der Alm noch die Lawine den Weg versperrt hat, herrschte auf der Alm Hochbetrieb. Mittlerweile wurde der Weg geräumt und man kann den 6m hohen Lawinenkegel bequem am Forstweg durchfahren bzw. durchwandern.
Letztes Wochenende haben wir es über die Rumer Alm probiert. Auch diese ist bereits schneefrei erreichbar und kann sich über riesigen Ansturm freuen. Leider ist die Alm dem Ansturm nicht wirklich standhalten und so mussten wir recht lange auf unser Essen warten...
Anschließend wollte ich noch die Verbindung zur Höttinger Alm erkunden. Leider schaut es da noch gar nicht so sommerlich aus, und so musste ich das Bike alleine bis zum Rastlboden über 5 Lawinenkegel tragen. Und auch der weitere Weg braucht noch ein paar Tage, denn kurz vor der Seilbahnquerung warten schon die nächsten Schneefelder. Aber im Vergleich zum Mittwoch hat sich der Winter schon wieder ein gutes Stück weiter zurückgezogen.

Donnerstag, 16. April 2009

Saisonende

Am Karsamstag haben wir mit dem Hirzer die heurige Saison vermutlich abgeschlossen. In den vergangenen Monaten sind sich 33 Touren ausgegangen und ich bin mit dem Winter daher durchaus sehr zufrieden. Besonders wenn ich an den hohen Pulvertouren-Anteil denke...
Die Tour auf den Hirzer ist leider nicht ganz 100%ig so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Normalerweise gehöre ich ja zu den Spätaufstehern, aber am Samstag wollten wir auch einmal früh dran sein und standen schon um ½8 auf den Skiern. Die Tour begann mit einem teilweise bereits aperen Forstweg und auch der erste „richtige“ Hang schaute nicht besonders schnee-überladen aus... Aber dann führte die Tour zu idealen Hängen mit immer noch sehr viel Schnee und die Vorfreude auf die bevorstehende Firn-Abfahrt war schon groß. Einzig der starke Wind war teilweise ein wenig ungut (und sollte uns später noch einen Strich durch die Rechnung machen).
Schon um elf waren wir wieder abfahrbereit und nach einem Sonnenbad machten wir uns daran den zu Firn genießen. Leider hatte es (aufgrund des Windes) noch nicht aufgefirnt und so war das Vergnügen dann doch nicht ganz so groß wie erwartet. Vermutlich hätte der Hang noch mindestens eine Stunde gebraucht (die ich in der Früh ohnehin noch gerne liegen geblieben wäre ;-)